Sprachförderung

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"Sprachkompetenz ist eine Schlüsselqualifikation und sie ist eine wesentliche Voraussetzung für schulischen und beruflichen Erfolg, für eine volle Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben." (Der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen bis zur Einschulung, S. 207)

 

Sprache und Kultur haben im Lerchennest generell einen hohen Stellenwert. Sprache hängt stark zusammen mit dem Lebensgefühl, den Lebensgewohnheiten und den Ritualen der jeweiligen Kultur. Interesse und Freude wecken an unterschiedlichen Sprachen und Kulturen, das Aufbauen einer positiven, selbstverständlichen Einstellung zu Herkunfts- und Fremdsprachen sind wichtige Konzeptionspunkte im Lerchennest.

 

Hier begreift sich das zweisprachige Erzieherteam – in jeder Gruppe arbeitet gleichwertig eine deutsch- sowie eine englischsprachige Fachkraft – als Vorbild. Der englischsprachige Raum an sich verdeutlicht, wie Sprache als gemeinsames und verbindendes Element für Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen wirksam ist.

 

Wir sind überzeugt, dass Kinder Sprache mit allen Sinnen erleben müssen. Dies geschieht im Kindergartenalltag. Eine angstfreie, entspannte Umgebung geprägt von Wertschätzung, Akzeptanz und Toleranz ist die Basis für das Annehmen einer anderen Sprache. Das gezielte Einbringen von Sprachangeboten (Bücher, Lieder, Reime, Zaubersprüche, Fingerspiele etc.) sowohl in englischer als auch in deutscher Sprache regt die Kinder an, Lust an der Sprache zu entwickeln. Das Lerchennest ist komplett zweisprachig in Deutsch und Englisch ausgerichtet. Diese Zweisprachigkeit zieht sich durch alle Aktivitäten innerhalb des Hauses fort. Im Lerchennest werden im Jahresverlauf deutsche und englische Feste gefeiert. Somit ist das Zusammenleben dieser beiden Sprachen für die Kinder etwas Alltägliches und Selbstverständliches.

 

Das Ziel im Lerchennest ist nicht deutscher oder englischer Sprachunterricht, sondern ein alltäglicher Umgang mit beiden Sprachen. In der Praxis gehen wir davon aus, dass ein Kind in einer Fremdsprache, wenn überhaupt, erst zu reden anfängt, wenn es genug Wortschatz hat und wenn es etwas zu sagen hat. Sehr oft tendiert man dazu, die Sprachfähigkeit des Kindes daran zu bewerten, inwiefern es etwas aktiv sagen kann und übersehen dabei das passive Sprachvermögen. Unser oberstes Ziel ist es, das Sprachbewusstsein, die Lust an Sprache und das Sprachverständnis sowohl für die deutsche Sprache als auch für die englische Sprache zu fördern. Das gilt auch für multilinguale Kinder.